Verbund

Warum ein Wärme- und Stromverbund?

Begonnen hatte alles im Jahr 1999 mit Plänen für ein erstes Mini- BHKW. Effiziente Techniken haben oft höhere Investitionskosten als ein einfacher Öl- oder Gaskessel. Größere Einheiten ermöglichen es, in einer Größenordnung zu planen, in der sich ein wirtschaftlicher Betrieb darstellen lässt. Bei der kombinierten Erzeugung von Wärme und Strom muss nicht nur die Wärme verteilt werden, sondern auch der Strom möglichst umfänglich direkt vor Ort genutzt werden können um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

Bei der Umstellung des Spitzenkessels von Gas auf Stückholz im Jahre 2004 war die Erweiterung um zwei Nachbargebäude wieder die Lösung um zu einem sinnvollen und wirtschaftlichen Konzept zu kommen.

Der Austausch des BHKW durch ein deutlich leistungsstärkeres Aggregat im Jahre 2014 brachte Reserven ins Wärmenetz, reduzierte den Arbeitsaufwand für die Beschickung des Holzkessels und erhöhte die Stromproduktion deutlich. Trotz gestiegener Anforderungen durch die mittlerweile ins Haus eingezogene Gastronomie übersteigt die Produktion deutlich den Bedarf. Der Überschuß fließt ins öffentliche Netz.

Die Produktionslücke im Sommer, wenn das BHKW mangels Wärmebedarf nur noch in den Abendstunden läuft füllt seit 2015 die große Ost-West-Solaranlage auf dem Nachbargebäude. Durch die Integration dieses Gebäudes in den Stromverbund konnte das Verhältnis von Eigenproduktion und Direktverbrauch weiter optimiert werden.


Das Konzept:

  • Wärmeverbund von 5 Gebäuden
  • Arealnetz für Direktvermarktung von Strom
  • PV-Strom Direktnutzung
  • Erdgas BHKW in der thermischen Grundlast
  • Stückholzkessel für thermische Spitzenlast
  • Großer Pufferspeicher für Wärme
  • Entwicklungsfähiges Konzept
  • Übertragbares Konzept

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Die Versorgungsstruktur:

  • 2 Gastronomie
  • 1 Laden
  • 1 Büro
  • 1 Werkstatt
  • 15 Wohnungen
  • 2 E-Mobile


Die Weiterentwicklung des Verbundes gehört zu unserer Kernkompetenz. In 2018 werden wir das Wärmenetz verlängern und drei weiteres Gebäude mit 30 Studentenapartements sowie einer Bäckerrei, einer Metzgerei und einer Bankfiliale an den Verbund anschließen. Das Dach eines der drei Gebäude belegen wir mit einer großen Sonnenkollektoranlage und erweitern somit unseren Anlagenpark um Solarthermie. In den Sommermonaten setzen wir damit dann voll auf die Sonne. Aber auch für etwas Photovoltaik ist auf dem neuen Dach noch Platz. Damit werden wir 25% des zu erwartenden Strombedarfs der Studenten decken.

Gerne helfen wir auch Ihnen auf dem Weg zur eigenen Energieautonomie. Fragen Sie uns einfach an.